Handgeknüpfte Orientteppiche

Jeder Knoten von Hand gebunden: Hier finden Sie handgeknüpfte Orientteppiche, überwiegend aus Persien, und erfahren, woran Sie echte Knüpfarbeit und ihre Feinheit erkennen.

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Knoten für Knoten von Hand

Ein handgeknüpfter Teppich entsteht auf einem Knüpfstuhl mit senkrecht gespannten Kettfäden. Ein kurzes Stück Garn wird um zwei benachbarte Kettfäden geschlungen, festgezogen und abgeschnitten. Nach jeder Knotenreihe folgen ein oder zwei Schussfäden, die mit einem Kamm angeschlagen werden. Die Garnenden bilden zusammen den Flor. Für einen Teppich von 200 x 300 cm sind so je nach Feinheit Hunderttausende bis mehrere Millionen Knoten nötig.

Knotendichte, Raj und La

Wie fein ein Teppich ist, zeigt die Zahl der Knoten pro Quadratmeter. In unserem Sortiment reicht sie von sehr grob geknüpften Stücken mit rund 10.000 Knoten bis zu Teppichen mit mehr als einer Million. Bei Täbriz-Teppichen steht Raj für die Zahl der Knoten auf rund 7 cm Breite: 40 Raj ist fein, 50, 60 und 70 Raj sind noch feiner. Bei Nain-Teppichen bezeichnen 6La, 9La und 12La die Qualität; hier gilt umgekehrt: Je kleiner die Zahl, desto feiner das Stück.

Woran Sie Handknüpfung erkennen

Drehen Sie den Teppich um. Auf der Rückseite ist das Muster fast so klar zu sehen wie vorn, jeder Knoten ist einzeln erkennbar, und kleine Unregelmäßigkeiten im Raster verraten die Hand. Die Fransen sind keine angenähte Borte, sondern die Enden der Kettfäden, die durch den ganzen Teppich laufen. Maschinenware hat dagegen eine gleichförmige Rückseite, getuftete Teppiche oft einen aufgeklebten Rücken.

Material, Alter und Wert

Der Flor besteht überwiegend aus Schurwolle, bei vielen Stücken aus Korkwolle, der feinen Wolle, die an Schulter und Nacken des Schafs wächst. In feine Teppiche ist oft Seide eingeknüpft; manche bestehen ganz aus Seide und sind unter Seidenteppiche zu finden. Die meisten Stücke sind neu, daneben gibt es alte und semi-antike Teppiche zwischen 25 und rund 100 Jahren. Den Wert bestimmen vor allem Knotendichte, Material, Zeichnung, Alter und Zustand; gut gepflegt hält ein handgeknüpfter Teppich viele Jahrzehnte.

Herkunft

Der größte Teil stammt aus dem Iran, mehr dazu unter Perserteppiche. Ein großer Teil kommt aus Afghanistan, dazu Stücke aus Pakistan, Indien, China und der Türkei.

Häufige Fragen zu handgeknüpften Orientteppichen

Was ist der Unterschied zwischen symmetrischem und asymmetrischem Knoten?

Beim symmetrischen, auch türkischen Knoten umschlingt das Garn beide Kettfäden, und beide Enden treten zwischen ihnen hervor. Beim asymmetrischen, persischen Knoten wird nur einer der beiden Kettfäden ganz umschlungen; das erlaubt eine besonders feine, geschwungene Zeichnung.

Ist ein handgeknüpfter Teppich fürs Wohnzimmer robust genug?

Ja. Ein dicht geknüpfter Wollflor ist sehr strapazierfähig, Bidjar-Teppiche gelten sogar als besonders fest. Saugen Sie ohne rotierende Bürste und lassen Sie den Teppich alle paar Jahre in unserer Teppichreinigung waschen.

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